Treffen mit Bischof

Nach Möglichkeit gibt es jährlich ein Treffen von Bischof Kräutler mit seiner Selbstbesteuerungsgruppe. 

 

Treffen der Selbstbesteuerungsgruppe mit Bischof Erwin 2013

 

Zum 25. Mal fand heuer der Selbstbesteuerungsabend mit Bischof Kräutler statt. Ungebrochen ist die Spendenfreudigkeit jener Menschen, die sich einmal jährlich mit Bischof Kräutler in Dornbirn im Pfarrsaal Rohrbach treffen. Etwa 120 Mitglieder haben zunächst mit Bischof Kräutler die Heilige Messe gefeiert und anschließend informierte ein Kurzfilm über die Zerstörungen des in Bau befindlichen Kraftwerks Belo Monte. Was Bischof Kräutler dazu berichtete klang ernüchternd. Dem wirtschaftlichen Nutzen müssen 40 000 Menschen ihre Lebensgrundlage opfern. Was kann dagegen gemacht werden? Welche Möglichkeiten gibt es, diesem Unrecht Einhalt zu gebieten? Wie sieht die Zukunft von Bischof Kräutler aus, wenn er nicht mehr Bischof sein wird? Das sind nur einige Fragen, die an diesem Abend gestellt wurden.

Es war wieder ein sehr beeindruckender Abend, den wir mit Bischof Kräutler genießen durften, und wir freuen uns, wenn wir im kommenden Jahr hoffentlich wieder gesund zusammenkommen und einen Abend mit ihm verbringen können.

 

Treffen der Selbstbesteuerungsgruppe mit Bischof Erwin 2012

Stimmungsvoll war das heurige Treffen der Selbstbesteuerungsgruppe mit Bischof Erwin, das wie gewohnt im Pfarrheim St. Christoph stattfand und mit einer Eucharistiefeier begann. Die eigens verfassten Fürbitten können sie HIER nachlesen.

Weniger erfreulich waren Bischofs Erwins Berichte über die aktuelle Lage in Altamira rund um den Bau des gigantomanischen Kraftwerks Belo Monte. Ca. 40.000 Menschen sollen umgesiedelt werden, da eine großer Teil der Stadt überflutet werden wird. Niemand weiß aber, wohin diese Menschen kommen sollen. Das Gesundheitswesen der Stadt ist an seinen Grenzen. Es gibt kein freies Spitalsbett mehr. Immer mehr Menschen ziehen hierher in der Hoffnung Arbeit zu finden, was sich oft nicht erfüllt. Die Infrastruktur der Stadt ist erschöpft.

Den Indios werden mit Geld und oberflächlichen Versprechungen des Wohlstands geködert. Niemand weiß, wie das auf längere Sicht finanziert werden soll. Die schnelle Anpassung der Indios an den modernen Wohlstand wird aber zu Folge haben, so befürchtet Bischof Erwin, dass sie Gemeinschaft entwurzelt werden und irgendwann marginalisiert an den Rändern von Großstädten landen. Im Moment ist es aber schwierig, das den Indios zu erklären, wenn vermeintlicher Wohlstand lockt.

Die Situation ist sehr schwer und die brasilianische Präsidentin verweigert jedes Gespräch. Umso mehr müssen man dran bleiben, meint Bischof Erwin, und die betroffenen Menschen bräuchten die Unterstützung mehr denn je. Brasilien sei ein aufstrebendes Schwellenland, doch viele Menschen kämen rücksichtlos unter die Walze des wirtschaftlichen Fortschritt.


"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
Treffen der Selbstbesteuerungs-Gruppe mit Bischof Kräutler 2011 

 

 

Für die Freunde von Bischof Erwin ist das jährliche Treffen der Selbstbesteuerungsgruppe immer ein besonderer Abend. Seit Jahren sind wir in der Pfarre Dornbirn Rohrbach zu Gast, wofür wir uns bedanken möchten.

 

Bischof Kräutler mit Dekan Baldauf

 

Die gemeinsame Eucharistiefeier, die immer am Beginn des Treffen steht, bringt die Verbundenheit im gemeinsamen Glaubens zum Ausdruck, von dem her die Arbeit von Bischof Erwin und unser Engagement getragen ist.

 

 

Nach der Eucharistiefeier erzählte Bischof Kräutler von seiner Arbeit und dem aktuellen Stand verschiedener Projekte. Aktuell ging es vor allem um das wahnsinnige Staudammprojekt Belo Monte. Nach menschlichem Ermessen wird der Staudamm gebaut, meint Bischof Erwin, hofft aber gleichzeitig, "dass das menschliche Ermessen nicht das letzte Wort ist. 'Die Hoffnung stirbt zuletzt', heißt es bei uns in Brasilien."

In ganz Altamira regt sich immer mehr Widerstand gegen Belo Monte nicht nur von seiten der Indianer. Die Regierung hat viel vertuscht und gelogen und immer wieder die Gesetze der eigenen Verfassung gebrochen. Mit dem früheren Präsidenten Lula gab es wenigstens noch Gespräche, mit der neuen Präsidentin Dilma bekam Bischof Erwin keinen Termin. Sie wisse schon, was er sagen wolle. Doch der Widerstand geht auf jeden Fall weiter.

Für Bischof Erwin wäre Belo Monte ein Dammbruch. Er ist überzeugt, dass dann noch viele Staudämme folgen werden und das wäre das Ende von Amazonien. Dies müsste allerdings die ganze Welt aufrütteln, denn Amazonien ist eine der grünen Lungen der Erde.

 


 

"Mein Rückhalt ist das Evangelium"

Treffen der Selbstbesteuerungs-Gruppe mit Bischof Kräutler 2010

Am 2. Juni traf sich die Selbstbesteuerungsgruppe Bischof Kräutler zum Gottesdienst und zur Begegnung mit Erwin Kräutler. Christoph Klein vom Liechtensteiner Volksblatt hat aus diesem Anlass einen Filmbericht erstellt, den Sie hier anschauen können: http://www.volksblatt.li/defau

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