Person

 

 

Bischof Erwin Kräutler

Geboren in Koblach/Vorarlberg, seit 1981 Bischof der Diözese Xingu, nach einem der größten Nebenflüsse des Amazonas benannt. Es ist das flächenmäßig größte Bistum (so groß wie Deutschland) und eine der konfliktreichsten Gegenden Brasiliens. Bischof Kräutler – Dom Erwin nennen sie ihn in seiner Diözese – versteht sich als Anwalt der noch immer Rechtlosen und Ausgebeuteten, insbesondere der Bauern ohne Land und der Indios.

 

 

Seine leidenschaftlichen Plädoyers für Gerechtigkeit und Menschlichkeit, sein kompromissloser Einsatz gegen Ausbeutung und Plünderung der Menschen und ihrer Mit-Welt bleiben nicht ohne Folgen. Bischof Erwin erhielt für seinen Einsatz zahlreiche Preise und internationale Auszeichnungen (u.a. den Erzbischof Oscar A. Romero-Preis, den GLOBArt Award, sowie mehrere Ehrendoktorate). Im Frühjahr bekam er das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

 

Reden und Handeln von Erwin Kräutler sind eindrucksvolles Zeugnis des Widerstand und der Hoffnung. 1983 wurde er von der Militärpolizei verprügelt und verhaftet, im Oktober 1987 versuchten Feinde der Sache der Indianer und der Armen, ihn in einem geplanten Autounfall umzubringen. Inzwischen darf er sich in seinem Land nur noch mit polizeilichen Bodygards bewegen, weil feindlich gesinnte Großgrundbesitzer auf ihn ein Kopfgeld ausgesetzt haben. Als mutiger und treuer Zeuge ist Bischof Kräutler für viele Menschen zu einem Hoffnungsträger in bedrängter Zeit geworden.

 

Siehe weiters:

Lebenslauf

Preise und Ehrungen

Erwin Kräutler auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Kr%C3%A4utler