Selbstbesteuerungsgruppe Bischof Kräutler
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Megastaudamm Belo Monte: vernichtende Bilanz

Großes Lob hat Bischof Erwin Kräutler für die heimischen Bischöfe übrig. Die Österreichische Bischofskonferenz hatte sich auf ihrer jüngsten Vollversammlung in Eisenstadt in einer Erklärung für die Rechte der indigenen Völker Brasiliens stark gemacht. "Als ich das erfahren habe war ich richtig stolz auf die Bischofskonferenz", sagte Kräutler am Mittwoch, 23. November 2016 in einem "Kathpress"-Interview in Wien. Gar kein Lob hat er hingegen für die politischen Zustände in Brasilien übrig. Hinsichtlich des nun fertiggestellten Megastaudamm-Projekts Belo Monte zog er eine vernichtende Bilanz.

Staudamm und Kraftwerk seien nun fertig, allein, es fehle das Wasser, so Kräutler im Kathpress-Interview. Von 20 Turbinen, geliefert von der steirischen Andritz-AG, seien gerade einmal zwei in Betrieb. Dafür hätten zigtausende Menschen ihre Lebensgrundlage verloren. In Altamira herrsche Chaos im Bildungs-, Gesundheits- und Sicherheitsbereich. Kräutler berichtete von einem massiven Fischsterben, viele Flüsse unterhalb des Staudamms seien nicht mehr schiffbar, für die Landwirtschaft fehle das Wasser.

Eine Zusammenfassung des gesamten Interviews finden Sie HIER


Ordensleute sollen „Mystiker“ sein

Massive Kritik äußerte Kräutler an übertriebener Betonung von Hierarchien und Zeremoniell. Dadurch werde bloß Distanz geschafft werde, so der Bischof. "In Österreich sind wir gewohnt, mit Titeln 'herumzuhauen', und auch in unserer Kirche sind wir so weit gekommen", bemerkte er. Wer ein Amt ausübe, solle "nicht abgehoben sein wie die Stratosphäre von der Erdoberfläche". Vielmehr wäre es für das Wiederfinden eines "menschlichen Verhältnisses" sinnvoll, "wenn wir sagen: Wir sind Geschwister. Wir sind alle getaufte Christen." Kirche sei eine Familie und solle dies auch zum Ausdruck bringen. Papst Franziskus vermittle genau dies durch viele Gesten, darunter etwa, dass er nicht im Apostolischen Palast, sondern im vatikanischen Gästehaus wohne.

Speziell den Ordensleuten legte Bischof Kräutler nahe, "Mystiker" zu sein. "Ohne kontemplative Dimension haben wir keine Chance", sagte er. Mystik sei der ständige Blick auf "die tiefste Motivation, die mich dabei führt, den Weg zu gehen trotz allen Hindernissen und das Wagnis auf mich zu nehmen, mich für andere Menschen einzusetzen". Liebe bis zum Äußersten sei nur möglich durch tiefe Verwurzelung in Gott. Man würde heute von den Mitgliedern der Orden nichts anderes erwarten, als dass sie Gott erlebbar machen. Kräutler: "Sie sollen spüren lassen, dass da jemand ist, der genauso menschlich ist wie ich, der aber in Gott Wurzeln geschlagen hat und so liebt wie er."


Gegen Blaulichtpriester und die Zusammenlegung von Gemeinden


In einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung spricht Bischof Kräutler Klartext: Die Eucharistiefeier darf nicht davon abhängig sein, ob zufällig ein zölibatärer Mann vorhanden ist. Blaulichtpriester und Gemeindezusammenlegungen sind für ihn jedenfalls keine Lösung. Das seien nur Symptombehandlungen. Es ist Zeit, über verschiedene Dinge offen und neu nachzudenken. Spannungen müssen auch drin sein: "Wenn ich daran glaube, dass der Heilige Geist die Kirche leitet, dann werde ich nie das Handtuch werfen, selbst wenn ich mit bestimmten Dingen nicht einverstanden bin." Bischof Kräutler denkt am ehesten an ein Modell, in dem erfahrene Menschen unabhängig von Alter und Geschlecht mit der Eucharistiefeier beauftragt und dafür geweiht werden.

Das ganze TT-Interview können Sie HIER nachlesen.



Bischof Kräutler weiht seinen Nachfolger


Auf dem Blogspot der "Plattform Belo Monte" finden Sie einen kurzen Bericht und Bilder von der Bischofsweihe in Altamira.






HABT MUT!

Zum neuen Buch von Bischof Kräutler


Irgendwie scheint sich ein Kreis zu schließen. Was vor Jahrzehnten noch als ‚linke Befreiungstheologie‘ galt, ist im Zentrum der Kirche angelangt. Bei der Lektüre des neuen Buches von Bischof Kräutler gewinnt man den Eindruck: Das Pontifikat von Papst Franziskus ist die höchste Bestätigung für das Lebenswerk des aus Vorarlberg stammenden Bischofs. Eine ausführlichere Besprechung finden Sie HIER





Zur Zukunft der Selbstbesteuerungsgruppe


Immer wieder einmal werden wir angefragt, wie es weiter geht, wenn Erwin Kräutler nicht mehr Bischof der Prälatur Xingu ist. Er wird auch als emeritierter Bischof in den nächsten Jahren seinen Lebensmittelpunkt am Xingu und in Brasilien haben. Erst auch nach wie vor vor Sekretär der Bischöflichen Kommission für Amazonien, einer Kommission der Brasilianischen Bischofskonferenz. Deshalb ist seine Aussage sehr klar: "Solange ich am Xingu bin und überdiözesane Funktionen bei der Bischofskonferenz innehabe, bin ich ganz sicher auch Garant für die gewissenhafte Verwendung von Spendengeldern aus Europa entsprechend der Intention der guten Leute, die ihren Beitrag leisten."

Für alle, die ihn in seiner Arbeit finanziell unterstützen (oder unterstützen möchten), hat er uns nochmal eine Beschreibung der verschiedenen Projekte geschickt, die Sie HIER downloaden können.


Mit herzlichen Dank für Ihre Unterstützung

Eva und Egon Fitz

Margit und Markus Hofer 


Das jeweils Neueste rundum Belo Monte finden Sie immer auf dem Blogspot der "Plattform Belo Monte"


POWERPOINT-PRÄSENTATION: Bischof Kräutler

Die Selbstbesteuerungsgruppe bietet Ihnen eine Präsentation an, die sich gut für den Einsatz in der Schule, für die Pfarre, für Vorträge o.ä. eignet. Das Powerpoint besteht nur aus Bildern, die wie in einer Diashow über den Beamer (PC, Fernseher) vorgeführt werden können. Auf der CD befindet sich dazu ein Word-Dokument mit Texten zu den einzelnen Bildern. Diese können zu den Bildern vorgelesen oder frei erzählt werden. Bilder und Texte stammen aus unserer Homepage und beschreiben das Engagement von Bischof Kräutler in seiner ganzen Vielfalt.

Die CD können Sie bei Markus Hofer kostenlos bestellen: m.hofer@vol.at

Über eine Spende für die Selbstbesteuerungsgruppe freuen wir uns.


Spendenkonto

Sie können die Arbeit und das Engagement vom Bischof Kräutler auch finanziell unterstützen:

 

Selbstbesteuerungsgruppe Bischof Kräutler

Dornbirner Sparkasse

BLZ 20602, Kt.Nr. 0001-150.630

IBAN AT82 2060 2000 0115 0630

BIC DOSPAT2DXXX

 

Zur steuerlichen Absetzbarkeit: HIER 

 

Achtung:

Immer wieder bekommen wir Bitten um Spendenbestätigungen für Spenden, die nicht auf unser Konto eingegangen sind. Wir können selbstverständlich nur jene Spenden bestätigen, die auch auf unser Konto eingezahlt wurden. Dem Finanzamt reicht grundsätzlich der Überweisungsbeleg.


Bischof Erwin Kräutler

 

 

 

«Wir können nicht so tun, als ob wir die letzte Generation wären. Wenn ich Amazonien verteidige, dann bin ich gegen die Ambitionen von Leuten, die von heute auf morgen reich werden wollen... Es geht um Milliarden: Um Holz, Bodenschätze, Weideflächen... Und wenn du da «nein» sagst, dann bist du verschiedenen Leuten ein Dorn im Auge.»

 

1987 überlebte er ein als Unfall getarntes Attentat schwer verletzt; 2005 wurde seine Mitarbeiterin Schwester Dorothy Stang erschossen. Bischof Erwin fordert die lückenlose Aufklärung dieses Mordes. Derzeit ist auf ihn sogar ein Kopfgeld ausgesetzt. Im Einsatz für die Armen, für deren elementaren Rechte und für die Mitwelt ist Bischof Erwin ein mitunter unbequemer Prophet.

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